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28 Dezember 2018, Aus den Einrichtungen

Comorbidität: Ein besonderes Konzept in den KORIAN Einrichtungen

Das KORIAN-Haus Altkönig in Oberursel ist kein gewöhnliches Seniorenheim. In der hessischen Einrichtung hat man Pflege und Eingliederungshilfe unter einem Dach vereint.

Das Haus der Betreuung und Pflege Altkönig in Oberursel überrascht. Optisch anders aufgebaut als Senioreneinrichtungen, fällt sofort das gemischte Bewohnerklientel auf. Frauen und Männer verschiedenen Alters sitzen um die Tische im großen Therapieraum und Backen oder Handwerken.

Das hessische Rahmenkonzept Comorbidität

Christian Küpper, seit 2004 Einrichtungsleiter im Haus Altkönig, führte auf Anregung des Landes Hessen 2009 in seinem Haus das hessische Rahmenkonzept Comorbidität ein. Das besondere an Comorbiditäts (Como)-Projekten ist, dass die Themen Eingliederungshilfe (nach SGB XII) und Pflege zusammenkommen.

Eine Auzeichnung für das Comorbidität-Konzept der KORIAN-Einrichtung in Oberursel.
Christian Küpper (mitte) bei der Verleihung der KORIAN-internen Auszeichnung „Goldenes K“, die er u.a. für das Comorbidität-Konzept erhalten hat. Überreicht wurde die Auszeichnung von Sophie Boissard (rechts), CEO der KORIAN Gruppe, sowie Martin Grünitz (links), Geschäftsführer der Region Süd-Mitte.

Heute zählen zum Wohnverbund ein Wohnheim mit 4 dezentral gelegenen Außenwohnungen, 3 Außenwohngruppen, ein angeschlossenes vollstationäres Pflegeheim nach dem Como-Konzept sowie Betreutes Wohnen und eine eigene Werkstatt in der Oberurseler Krebsmühle.

Auch in Hirschhorn, Frankfurt, Immenhausen und in einem weiteren Haus in Oberursel wurde das Como-Prinzip bereits umgesetzt. Küpper betreut als Fachreferent der Behindertenhilfe alle hessischen Como-Einrichtungen der Korian-Gruppe.

Eingliederungshilfe und Pflege unter einem Dach

In den Einrichtungen werden Menschen mit Pflegegrad 3 und höher sowie einer chronischen psychischen Erkrankung bzw. seelischen Behinderung betreut – unabhängig vom Alter. Früher war dieser Personenkreis, wenn in der Eingliederungshilfe pflegerisch nicht versorgt werden konnte, in der Seniorenpflege untergebracht. „Damit waren die Einrichtungen einerseits überfordert und die Bewohner schlicht falsch aufgehoben“, sagt Küpper. Das Como-Konzept integriert diese Anforderungen, für Küpper „eine leistungsrechtliche Revolution“.

Entsprechend bedarfsgerecht ist die Betreuung der Bewohner. Aus der Eingliederungshilfe stehen zusätzliche Fachkräfte zur Verfügung. Im Einzelnen können dies Sozialpädagogen, Ergotherapeuten, Heilerziehungspfleger, Erzieher und Heilpädagogen sein. Dazu kommen Stellen für die Pflege, Fachkräfte und Pflegehelfer plus Alltagsbegleiter. Mitarbeiter für die Verwaltung, Haustechniker und Pflegedienstleitung runden das personelle Bild ab.

Auf eine differenzierte und breit gefächerte Tagesgestaltung wird bei Como besonders großer Wert gelegt. Zudem wird personenzentriert gearbeitet. Das kann schon mal bedeuten, dass eine Mitarbeiterin mit einem Bewohner nach Hamburg fährt, damit dieser nochmal seinen Vater besuchen kann.

Ein Konzept mit Zukunft

Das KORIAN-Haus Altkönigstraße in Oberursel vereint Eingliederungshilfe, sowie Pflege unter einem Dach.
Die Grundstruktur in den modernen Como-Einrichtungen sieht so aus: Im Erdgeschoss befinden sich die Verwaltung und der Tages- bzw. Speisesaal. Darüber liegen auf drei Etagen Wohn-, Gestaltungs- und Aufenthaltsräume, die flexibel handhabbar, also zu trennen oder zu verbinden sind. Es gibt ausschließlich Einzelzimmer, zwei davon sind je Etage als Partnerzimmer mit gemeinsamem Vorraum ausgestattet.

Christian Küpper ist davon überzeugt, dass das Como-Konzept nicht mehr lange auf Hessen beschränkt bleiben wird. „Meiner Ansicht nach sind die Voraussetzungen gegeben, Como auch bundesweit umzusetzen.“

Mehr Informationen zu unserer Einrichtung in Oberursel finden Sie hier.

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