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05 Oktober 2018

Tagespflege am Kavierlein in Fürth eröffnet

Professionelle Betreuung, maßgeschneidert Tagespflege ist das neueste Angebot des Zentrums für Betreuung und Pflege am Kavierlein in Fürth

Die Freude von Herrn S. ist groß. Er ist regelmäßiger Gast der neu eröffneten Tagespflege des Zentrums für Betreuung und Pflege am Kavierlein in Fürth und hat seit kurzem genügend Mitspieler, die mit ihm regelmäßig Karten spielen.

„Die Tagespflege ist eines der I-Tüpfelchen in unserem Angebot“, erklärt Sindy Mitzenheim, Leiterin des Korian Zentrums für Betreuung und Pflege in Fürth: „Diese Angebote gibt es nicht so oft, wir sind da ein Vorreiter in der Branche.“ So wie das neue Haus insgesamt, habe auch die Tagespflege Modellcharakter. „Die Tagespflege ist ein Angebot für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz, die noch zu Hause leben, aber an bestimmten Tagen in der Woche in den Genuss einer professionellen Betreuung kommen wollen“, erläutert die Pflegedienstleitung der Tagespflege Veronika Vaskabovich. Damit ist sie ein sinnvoller Baustein im umfassenden und individuellen Pflegekonzept des Hauses am Kavierlein.

Auch die Politik hat das erkannt. Die bayerische Ministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml reiste eigens zur Eröffnung des neuen Hauses im Fürther Norden an und hob das Konzept der Tagespflege hervor. Diese könne die pflegenden Angehörigen wesentlich entlasten. Nach wie vor, so die Ministerin, wünschten sich die meisten Menschen ein selbstbestimmtes Leben und wollten so lange wie möglich in der vertrauten Umgebung bleiben. Doch könnten pflegende Angehörige oder auch die professionelle ambulante Pflege nicht jeden Engpass überwinden. „Für pflegende Angehörige bietet die Tagespflege eine gute Möglichkeit, sich eine Verschnaufpause zu gönnen und neue Kraft zu tanken“, erklärte die Ministerin. Das könne wesentlich zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege beitragen.

Die Tagespflege ist als Entlastung für pflegende Angehörige zu sehen, die tagein tagaus ihre Liebsten versorgen, aber auch mal einen oder mehrere Tage in der Woche für sich benötigen. Auch die Tochter von Herrn S., nimmt die Möglichkeit gerne in Anspruch, da sie derzeit eine Fortbildung macht. In der Korian-Tagespflege weiß sie ihren Vater in guten Händen. Die geschulten Fachkräfte sind für jeden Fall gerüstet. Sie sorgen für die Einhaltung der Therapievorschriften, achten darauf, dass Medikamente korrekt eingenommen werden und sorgen dafür, dass die Gäste sich nicht langweilen. Dafür gibt es spezielle Betreuungsangebote. Auch bei den Pflegekräften ist die Arbeit in der Tagespflege beliebt, bestätigt Sindy Mitzenheim: „Die abwechslungsreiche Arbeit und attraktive Dienstzeiten sorgen für große Beliebtheit.“

Für die Betreuung gelten Tagessätze, die größtenteils von den Pflegekassen übernommen werden. Die Räume der Tagespflege sind wochentags von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Bis zu 18 Betreuungsplätze stehen den Gästen zur Verfügung. Die ersten Plätze sind schon regelmäßig gebucht, das Angebot wird gut angenommen und wird zunehmend bekannter bei Angehörigen, Ärzten und Beratungsstellen. Auch für den Transport zur Tagesstätte und zurück nach Hause ist gesorgt. „Wir bieten einen Fahrdienst an. Mit unserm Angebot machen wir gute Erfahrungen“, sagt Sindy Mitzenheim, die noch einen anderen Aspekt des Angebots ins Spiel bringt: „Es kann auch eine Entlastung für die Tagesgäste selbst sein, denn sie wissen: Meine Angehörigen haben heute einmal Zeit für sich selbst und ich bin bestens umsorgt und kann hier Kontakte knüpfen oder vielleicht sogar neue Freunde finden.“

Die frisch bezogenen, modernen Räume laden zum Verweilen ein. Es gibt einen Gemeinschafts- und Aufenthaltsraum und mehrere Ruheräume. Auch ein Therapieraum ist vorhanden. „Wenn jemand eine ambulante Therapie wie etwa Physiotherapie, Logopädie oder Ergotherapie erhält, kann diese auch in der Tagespflege durchgeführt werden“, bestätigt Veronika Vaskabovich. „So gibt es weder für unsere Gäste noch für die Angehörigen unnötige Terminkollisionen. Und wir selbst bieten kostenlose Angebote wie Sturzprophylaxe oder Gedächtnistraining an.“

Ein Blick nach draußen zeigt: die große Terrasse mit dem lauschigen Garten ist sowohl vom Aufenthaltsraum als auch von den Ruheräumen aus zugänglich. Die kleine Rasenfläche wird von Büschen und Bäumen umrahmt, Vögel flattern vorbei oder singen im Gebüsch. Ein richtiges kleines Idyll. „Manche Gäste“, sagt Sindy Mitzenheim, „lieben es, einfach da zu sitzen und ins Grüne zu schauen, das beruhigt sie.“

Andere dagegen, wie Herr S., schätzen vor allem die Geselligkeit der anderen Gäste. Und je besser das Angebot künftig angenommen wird, desto höher sind seine Chancen, dass bei seinen nächsten Besuchen die geliebte Kartenrunde wieder zustande kommt.

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