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17 August 2018, KORIAN Insider

Was ist der Unterschied zwischen Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege?

Wir helfen Ihnen bei der Entscheidung, ob Kurzzeit- oder Verhinderungspflege in Frage kommt.

Kurzzeitpflege

Gibt es bei der häuslichen Pflege Krisensituationen zu bewältigen oder kann der Pflegebedürftige nach einem Krankenhausaufenthalt nicht gleich nach Hause, so sind einige Pflegebedürftige für eine begrenzte Zeit im Jahr auf vollstationäre Pflege angewiesen. In solchen Fällen gibt es die Möglichkeit eine Kurzzeitpflege in entsprechenden vollstationären Einrichtungen in Anspruch zu nehmen.

Die Kurzzeitpflege steht jedem Pflegebedürftigen ab dem Pflegegrad 2 zur Verfügung. Die Höhe der Leistung ist vom Pflegegrad unabhängig und beträgt bis zu 1.612 Euro für bis zu acht Wochen im Kalenderjahr.

Personen mit dem Pflegegrad 1 können den Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat einsetzen, um Leistungen der Kurzzeitpflege in Anspruch zu nehmen. Noch nicht in Anspruch genommene Verhinderungspflege kann auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden. Dadurch erhöht sich der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege auf maximal 3.224 Euro im Jahr.
Während der Kurzzeitpflege wird für bis zu acht Wochen je Kalenderjahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt.

Reicht ambulante Unterstützung in Form von häuslicher Krankenpflege und / oder Haushaltshilfe nicht aus, können Versicherte eine Kurzzeitpflege als neue Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung in einer geeigneten Einrichtung in Anspruch nehmen. Die Leistungen entsprechen denen der Pflegeversicherung – es werden Aufwendungen bis zum Höchstbeitrag von 1.612 Euro übernommen.

Verhinderungspflege (Urlaubs-/Krankheitsvertretung)

Bei der Verhinderungspflege übernimmt die Pflegeversicherung die nachgewiesenen Kosten einer notwendigen Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr für den Fall, dass die private Pflegeperson Urlaub macht oder durch Krankheit oder anderen Gründen vorübergehend verhindert ist. Voraussetzung ist der Pflegegrad 2 der zu pflegenden Person. Zudem muss die Pflegeperson den pflegebedürftigen Menschen mindestens sechs Monate in ihrer häuslichen Umgebung gepflegt haben.

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