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03 Juli 2020

Wie man die Corona-Krise im Pfegeheim gemeinsam meistert

Petra Schlumm leitet das Zentrum für Betreuung und Pflege im Weidedamm. Ihre Einrichtung war das erste KORIAN-Haus, dass von dem Corona-Virus betroffen war. Petra Schlumm berichtet wie sie und ihr Team die Krise überstanden haben.

Das Haus am Weidedamm war die erste KORIAN-Einrichtung, in der das Virus zuschlug. Wie haben Sie die Krise erlebt?
Es war ein sehr einschneidendes Erlebnis. Für uns, für unsere Bewohner und die Angehörigen. Obwohl wir unser Haus bereits am 13. März, noch vor dem Erlass der Landesregierung, für Besucher und Lieferanten geschlossen hatten, war es zu spät. Ein Bewohner hatte sich bereits bei einem Angehörigen angesteckt und weitere Bewohner und Mitarbeiter infiziert.

Von Anfang an standen wir in täglichem sehr engem Austausch mit den Behörden und haben alle Schritte abgesprochen. Da wir auch die erste Einrichtung in Bremen waren, die Fälle von Covid-19 hatte, lernten wir gemeinsam mit den Behörden jeden Tag dazu, wie mit dem Virus umzugehen ist.

Als Leitungskräfte waren wir gefordert, für unsere Mitarbeiter da zu sein und mit gutem Beispiel voran zu gehen. Das bedeutete, dass wir auch jedes Wochenende in der Einrichtung waren, um mit unseren Bewohnern und Mitarbeitern zu sprechen und ihnen bei Unsicherheiten die Möglichkeit zu geben, sich bei uns rückzuversichern. Wir hatten für ihre Sorgen und Ängste stets ein offenes Ohr. Da Kollegen krankheitsbedingt ausfielen und die Quarantänemaßnahmen erhöhten Personalbedarf erforderten, leisteten viele Überstunden und Mehrarbeit.

Der Qualitätsbeauftragte leistete hervorragende Arbeit. Er achtete stets darauf, dass alle Hygienemaßnahmen eingehalten wurden, schulte die Mitarbeiter mehrfach im Umgang mit Covid-19 und sorgte dafür, dass ausreichend Schutzmaterial zur Verfügung stand.

Was waren die größten Herausforderungen?
Die größte Herausforderung war, die Anforderungen der Behörden umzusetzen. Durch die Quarantäne mussten alle Bewohner und auch die Mieter im Betreuten Wohnen in ihren Zimmern und Wohnungen bleiben. Das war nicht nur die Betroffenen einschneidend. Es bedeutete auch für uns eine komplette Umstrukturierung aller Abläufe. Alle Abteilungen mussten eng zusammenarbeiten. Das Restaurant wurde geschlossen, die Bewohner nur noch in ihren Zimmern betreut und versorgt.

Auch die Mieter des Betreuten Wohnens erhielten Zimmerservice. Es war Aufgabe der Küche, jedem Mieter das Essen in die Wohnung zu bringen und das Geschirr wieder abzuräumen. Die Verwaltung war Ansprechpartner für besorgte Angehörige oder Bewohner. Sie nahmen täglich 80 bis 100 Pakete entgegen, die unsere Bewohner von ihren Lieben zu Hause erhalten hatten und verteilten sie an den richtigen Adressaten.

Das Telefon stand nicht still. Besorgte Angehörige wollten informiert werden, oder auch einfach nur mit ihren Lieben sprechen. Meine Mitarbeiter setzten alles daran, den Kontakt zu ermöglichen. Ob per Skype, Brief oder Telefon.

Es tat gut zu wissen, dass uns die Bewohner und ihre Angehörigen völlig vertrauten. Das haben sie uns zu jeder Zeit spüren und wissen lassen. Umso schlimmer traf es uns, als die Senatorin anordnete, alle an Covid-19 erkrankten Bewohner ins Krankenhaus einzuweisen. Wir haben bis in die Abendstunden Telefonate geführt und die Angehörigen über die Situation informiert. Auch hier hielten die Angehörigen zu uns.

Erhielten Sie Unterstützung vom Unternehmen?
Zu jeder Zeit. Der Einkauf hat dafür gesorgt, dass wir stets schnell und unkompliziert die nötige Schutzausrüstung zur Verfügung hatten. Zusätzlich zur anonymen Hotline, die Korian für die Mitarbeiter eingerichtet hatte, wurde uns von Seiten des Unternehmens eine Supervision angeboten. Zudem stand ich in täglichem Austausch mit Janine Hoppe als zuständiger Geschäftsführung. Sogar Christian Gharieb als COO hat mich angerufen und sich erkundigt, wie es uns geht und ob wir Unterstützung benötigen. Und unser CEO Arno Schwalie hat sich in der Telefonkonferenz mit uns Einrichtungsleitern explizit bei mir und meinem Team bedankt. Das hat uns sehr gefreut und tat so gut.

Was hat sich durch die Krise geändert, was haben Sie gelernt?
So eine Krise ist eine große Herausforderung. Es hat uns gezeigt, wie wichtig der gute Kontakt und das gegenseitige Vertrauen zwischen Angehörigen, Bewohnern und Mitarbeitern ist. Hier sind wir alle durch die Krise nochmals stärker zusammengewachsen.

Einrichtungsleiterin Petra Schlumm aus dem Zentrum für Betreuung und Pflege im Weidedamm
Einrichtungsleiterin Petra Schlumm aus dem Zentrum für Betreuung und Pflege im Weidedamm

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