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28 Juni 2018, KORIAN Insider

Woran erkenne ich, dass mein Angehöriger pflegebedürftig ist?

Wir beantworten Ihre Fragen rund um das Thema Pflege.

Pflegebedürftigkeit definiert sich in Deutschland durch das Sozialgesetzbuch XI (SGB XI) und wird dort wie folgt beschrieben:
„Pflegebedürftig (…) sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mit mindestens der in § 15 festgelegten Schwere bestehen.“

Pflegebedürftigkeit hat unterschiedliche Facetten. Als Beispiel: Aufgrund eines bestehenden Handicaps wie beispielsweise eine eingeschränkte Gehfähigkeit, besteht nicht automatisch auch Pflegebedürftigkeit. Ist der Betroffene alleine zu Hause und es besteht die Gefahr eines Sturzes, kann dies mit einem Rollator, Gehwagen oder Rollstuhl kompensiert werden, zudem gibt es die Möglichkeit eines Hautnotrufes.
Je mehr Faktoren zusammenkommen, desto wahrscheinlicher wird die Pflegebedürftigkeit. Besteht zur eingeschränkten Gehfähigkeit noch eine Schwäche beim Stehen und ist vielleicht die Hand gebrochen oder nicht mehr fähig, gezielt zu greifen oder ist das Schultergelenk nur noch eingeschränkt beweglich, ist der oder die Betroffene mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Unterstützung angewiesen.
Körperliche Einschränkungen können jedoch sehr lange kompensiert werden, ohne dabei pflegebedürftig zu sein.

Wesentlich häufiger tritt eine Pflegebedürftigkeit bei kognitiven Einschränkungen auf. Hierbei spielt es keine Rolle, ob auch noch ein körperliches Handicap hinzukommt. Denn wenn – wie in unserem Beispiel – „nur“ eine eingeschränkte Gehfähigkeit besteht, der Betroffene aber kognitiv nicht mehr in der Lage ist, einen sicheren Transfer zum Rollstuhl herzustellen oder vergisst, den Rollator zu nutzen, ist Hilfestellung nötig.

Gerne erhalten Sie von unseren kompetenten Mitarbeitern in unseren Häusern und Ambulanten Diensten in einem ersten Gespräch noch weitere Informationen. Kontaktieren Sie uns gerne – wir freuen uns auf Sie!

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